Aktuell

Sterne, Tannenbaum & Co. am 6. Dezember

28. November 2017

Altes Handwerk beim Weihnachtsbasteln im ATZ

Ein dekorativer Teelichthalter aus Birke, schmückender Baumbehang, ein Geschenkanhänger oder ein selbst gebundener Stern aus Stroh, all diese Dinge kann man in diesem Jahr im Archäotechnischen Zentrum beim Weihnachtsbasteln anfertigen. Das Besondere in diesem Jahr: wir haben einen jungen Mann aus dem Harz gewinnen können, der den kreativen Bastelfreunden das Strohsternebinden beibringen kann. Schon als Kind erlernte er dieses schöne alte Handwerk von seiner Mutter. Ansonsten nutzen wir als Material wieder in erster Linie den Werkstoff Holz kombiniert mit anderen Naturmaterialien. Wer also noch eine persönliche Aufmerksamkeit für Weihnachten sucht oder seinen Weihnachtsbaum in diesem Jahr mit selbst gebastelten Strohsternen herausputzen möchte, der ist am 6. Dezember 2017 in der Zeit von 15 bis 18 Uhr herzlich im ATZ willkommen. Die Teilnahme an dem Workshop kostet 6,00 € inklusive drei selbst gefertigter Dekorationsstücke.

Ferienlernort Wald & Feld vom 5. bis zum 10. August 2018

28. November 2017

Natur erleben und entdecken – Ein Projekt für Schüler, initiiert vom Archäotechnischen Zentrum Welzow

Auf dem Jahrtausende langen Weg bis hin zum homo sapiens war das Kerngeschäft des Menschen die Jagd und das Sammeln. Aber auch nach der neolithischen Revolution, in Deutschland vor 7.500 Jahren, ist der Mensch ständig dem Druck unterlegen, jagen zu müssen. Solange Vieh in der Waldweide oder später auf der offenen Weide steht, müssen die Hütenden, also auch Kinder, dieses Vieh gegen Raubtiere und fremde Menschen schützen. Dies geht in der sich von der Naturlandschaft zur Kulturlandschaft wandelnden Umwelt nur mit Jagdwaffen. Wer am Ende des Sommers Getreide ernten will, um Brot zu essen, muss alle Tiere des Waldes von den Feldern fernhalten. Nicht nur Rotwild, Rehwild und Sauen nehmen Getreide gerne als Äsung an. Auch Hamster und Co. ernten mit. Sie alle fern zu halten war auch in der Zeit der Sesshaftwerdung unumgänglich. Sie zu vergrämen war bedingt möglich, sie mit Fallen zu fangen oder aktiv zu bejagen brachte zusätzliche Nahrung. In Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit wurde immer gejagt, wie die in den Siedlungen gefundenen Wildtierknochen belegen. Erst im Mittelalter ging das Jagdrecht auf Adel und Klerus über, und der Landbevölkerung wurde das Jagen verwehrt. Eine der großen Errungenschaften der Revolution von 1848 ist die Bindung des Jagdrechtes an Grund und Boden. Wer eine eigene Scholle hat, besitzt hier auch das Jagdrecht.

Betrachtet man als Archäologe und Historiker die etwa 2,4 Millionen Jahre, die es bedurfte, um homo sapiens herauszubilden, so ist es nur ein ganz kleines Zeitfenster von kaum 8.000 Jahren, in dem der Mensch sesshaft ist. Und doch jagt er. Die Jagd ist das Kerngeschäft des Menschen. Wer kein Fleisch essen will, mag das tun. Wer aber grillen will, Braten essen will oder Burger kauft, muss wissen, dass er für dieses Essen immer Tiere töten lassen muss. Es kann im 21. Jahrhundert nur Aufgabe sein, mit den Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, nachhaltig umzugehen. Das gilt einerseits für den Wald- und Feldbau, Boden und Wasser gilt es zu schützen, andererseits aber auch für den Umgang mit den in Massen gehaltenen Haustieren und den freien Wildtieren.

Dass der Mensch nur durch die Jagd und den Fleischkonsum zu dem wurde, was er ist, wird im Schulunterricht nicht vermittelt. Neandertaler und Co. sind weniger Thema als das vermeintliche sichere Lebensmittel aus Stall, Feld und Garten. Dies kann und soll unter anderem Blickwinkel betrachtet werden. Hierzu geht der  Experimentalarchäologe und Leiter des Archäotechnischen Zentrums, Dr. Hans Joachim Behnke, seit dem Jahr 2015 eigene Wege.

Ziel dieser Ferienlernwoche ist es, den Schüler zu zeigen, woher sie kommen, und auf welche Weise sie zu dem geworden sind, was sie sind: Menschen. Mit der Heranführung an das Waidwerk und die Vermittlung von Wissen zu unserer heutigen Kulturlandschaft mit industrialisierter Landwirtschaft und produktivem Waldbau werden sie sich ihrer selbst bewusst. Das Grundbedürfnis des Menschen ist Nahrung und ein Dach über dem Kopf. Diese zwei Säulen liefern Wald und Feld. Um dies zu verdeutlichen erfolgen Exkursionen in die Waldwirtschaft, die Landwirtschaft und in die Reviere. Hier vermitteln wir ein anspruchsvolles Rahmenprogramm rund um den Naturschutz und die Jagd, Morgenansitz mit Tierbeobachtung und Dokumentation inbegriffen. Indem wir die Arbeit in der Natur und für die Natur vermitteln, bietet das Archäotechnische Zentrum allen Schülern mit Faible fürs Abenteuer eine erlebnisreiche Woche unter dem Thema Ferienlernort Wald und Feld.

Letztlich kommt es den Initiatoren auf eine Wertevermittlung an: Wie gehe ich nachhaltig mit der Natur vor unserer Haustür um, wie kann ich sie nutzen und wie kann ich sie für die kommenden Generationen erhalten?

Die Kosten für diese Ferienwoche für Kinder und deren Eltern wurden bewusst niedrig gehalten. Fünf Übernachtungen mit Vollverpflegung und Rundumbetreuung in Feld und Wald kosten 369,00 € pro Kind.

Inisekprojekt Natur-Beruf, was sonst?

17. November 2017

TAGEBUCH TAG 5 – FREITAG

Am Morgen wurden wir wieder mit Musik geweckt. Zum Frühstück gab es diesmal ein Ei, welches allerdings zu weich war. Nach dem der Tischdienst abgeräumt hatte, sind wir wieder zum ATZ gefahren. Da kam Klaus-Dieter mit seinem Traktor und zwei Hänger. Gemeinsam haben wir unsere Naturbeobachtungsstände aufgeladen. Das war gar nicht so einfach. Aber schließlich mit vereinten Kräften ist es uns doch gelungen. Dann sind wir gemeinsam mit vier Autos dem Traktor in den Wald hinterher gefahren. Dort angekommen, haben wir die Naturbeobachtungsstände abgeladen und angebaut. Nach einem kurzen Probesitzen, durfte ich den Traktor mit Hänger zurückfahren. Dann wurde das Mittagessen gebracht. Alle haben kräftig rein gehauen, mir hat die Suppe allerdings nicht geschmeckt und deswegen habe ich nur das Brot gegessen. Weil wir unerwartet zeitig fertig waren, haben wir uns die Zeit bis zum Beobachten der Tiere mit Traktor fahren, Lieder singen und Kuchen essen vertrieben. Dann war es endlich soweit. Wir wurden in Gruppen eingeteilt. Ich war mit Elias und Frau Konradi in einer Gruppe. Wir waren auf einem älteren Naturbeoachtungsstand des ATZ stationiert. Von da haben wir elf Rehe gesehen, die nach und nach kamen. Irgendwann wurde es richtig kalt und wir liefen zum Treffpunkt zurück. Von dort aus wurden wir ins Hotel gefahren, wo wir Freizeit bis zum Abendbrot hatten. Nach dem Abendessen haben wir noch an unseren Lerntagebüchern gearbeitet. Jetzt haben wir noch bis zur Nachtruhe Freizeit.

Max

Inisekprojekt Natur-Beruf, was sonst?

16. November 2017

TAGEBUCH TAG 4 – DONNERSTAG

Wir wurden am Morgen wieder mit Musik von Herrn Rittel geweckt. Ich (Elias) war mit Marcel Tischdienst. Als solche haben wir vor dem Frühstück Gläser hingestellt und nach dem Frühstück haben wir den Tisch abgeräumt und sauber gemacht. Nach dem Frühstück sind wir gemeinsam ins ATZ gefahren und in unseren eingeteilten Gruppen weiter gearbeitet.

Annabell und ich (Elias) haben heute gemeinsam mit Max, Philipp und Marcel die Präsentation vor den Eltern vorbereitet. Wir haben uns überlegt, wer welchen Beitrag machen wird. Die Eltern sollen in der Präsentation erfahren, welche Betriebe wir besucht haben und was wir da gesehen haben. Anschließend habe ich am Naturbeobachtungsstand weiter gearbeitet. Weil noch Zeit und genügend Material vorhanden war, hat die Gruppe um den Tischler Andreas Witschass noch eine Krippe für die Schafe gebaut und sofort angebracht. Morgen, wenn das Heu leer ist, werden wir sehen, ob die Schafe die Krippe angenommen haben.

Heute gab es zum Mittagessen Reis mit Hühnerfleisch und weißer Soße. Das war echt lecker. Mit dem Bus sind wir heute zur Tischlerei und Sägerei Woschkow gefahren. Herr Schmidt hatte Geburtstag und deshalb haben wir ihm ein Geburtstagslied geträllert. Dann hat er uns die vollautomatische Säge gezeigt, die Bretter sägen kann. Was richtig interessiert war, er zeigte uns Granatsplitter aus dem zweiten Weltkrieg im Holz. Im Anschluss sind wir noch in die Trockneranlage, wo das Holz zum Trocknen gelagert wird. Da hat uns ein verschmuster Kater abgelenkt, der von allen gestreichelt werden wollte. Wir sind in eine Halle gegangen, wo die Tischler gearbeitet haben. Im Turm werden die Sägespäne verbrannt, die Asche kommt anschließend auf das Feld zum Düngen. Nun haben wir uns noch drei Hütten angeschaut, eine war sehr gemütlich eingerichtet zum Hinsetzen mit Kamin. In der zweiten Hütte konnte man sogar über mehrere Etagen verteilt schlafen. Die dritte Hütte war wie ein spitzes Dreieck, diese haben wir uns allerdings nur von außen angeschaut. Bei der dritten Hütte war ein Teich, mit riesengroßen Koi- und Goldfischen. Wir sind wieder zurück zum Bus gelaufen und mit diesem ins ATZ gefahren. Da haben wir noch unser Lerntagebuch fertig geschrieben. Wer fertig war, durfte zum NORMA einkaufen gehen. Jetzt warten wir auf den Bus, der uns zurück zum Hotel bringt, wo es nach dem Abendessen zum Glück mal nichts außer Freizeit gibt.

Annabell & Elias

Inisekprojekt Natur-Beruf, was sonst?

15. November 2017

TAGEBUCH TAG 3 – MITTWOCH

Wir wurden am Morgen wieder mit Musik geweckt. Herr Rittel sang uns das Brandenburg und andere „schöne“ Lieder. Als wir uns gewaschen hatten, ging es zum Frühstück. Nach dem Frühstück wurden wir in das atz geshuttelt. Wir haben wieder die Angebote untereinander in den Gruppen getauscht.

Ich (Elias), Damon und Annabell haben mit Klaus-Dieter weiter am Naturbeobachtungsstand gebaut. Wir haben heute die Sitzfläche angefertigt.

Ich (Max) war heute in der Gruppe, die Lerntagebücher gebastelt haben. Bei Frau Franz haben wir uns für das heutige Interview vorbereitet. Wir haben Frage ausgearbeitet, die ich Markus Müller, ein Tischler aus Dresden, stellen musste.

Anschließend gab es Mittagessen. Es gab Nudeln mit Tomatensoße. Max musste beim Nachholen nicht mal mehr aufstehen. Das Essen war sehr lecker. Mit dem Bus fuhren wir heute zu einem Energieholzhof nach Terpe. Da haben wir sehr viel Holz gesehen. Herr Klammer erklärte uns den Hof und seine Aufgaben. In einer Halle führte er uns vor, wie die Technik dafür funktioniert. Damon und Max haben einen Holzstamm zur Säge- und Holzspaltermaschine getragen, dabei sind sie fast hingefallen. Dann hat Herr Klammer den Stamm durch die Maschine gejagt. Das war cool. Holz spalten macht Spaß. Dann gab es Ärger mit dem Busfahrer, weil ein Schüler die Trinkflasche vom Busfahrer genommen hat. Der Busfahrer hat keinen mehr in den Bus gelassen, bis seine Flasche wieder auftaucht. So hat sie der Schüler wieder rausgerückt. Wir sind zurück in das ATZ gefahren, wo wir das blöde Lerntagebuch geschrieben haben. Wir wissen, dass das wichtig ist, aber es macht keinen Spaß alles aufzuschreiben. Nach dem wir unsere Arbeit erledigt hatten, durften wir shoppen gehen. Dann ging es zurück zum Hotel, wo wir Abendbrot gegessen haben. Zurück auf unseren Zimmern hatten wir Freizeit, bis wir uns für die Nachtwanderung fertig gemacht haben. Wir sind durch den Wald nach Gut Geisendorf gelaufen. Unterwegs sind wir über ein Feld gelaufen, wo ganz viele Deutsche von den Russen erschossen wurden. Die Endstation war das Gutshaus, von wo wir auch die Lichter des Tagebaus gesehen haben. Jetzt haben wir noch bis 22 Uhr Freizeit, dann ist Nachtruhe.

Max & Elias