Archäologie im Tagebau, Mehr Informationen zum Archäologischen Zentrum Welzow

KONTAKT

Archäotechnisches
Zentrum Welzow

Fabrikstraße 2
03119 Welzow

Servicetelefon: 035751 28224
E-Mail: info(at)atz-welzow.de

Ausstellung
"Mensch - Holz - Archäologie"

Öffnungszeiten

November bis März:
Di. bis Fr. von 11 bis 16 Uhr

April bis Oktober:
Di. bis So. von 11 bis 17 Uhr

Eintritt
Erwachsene 3,00 Euro
Kinder 6 bis 16 Jahre 1,50 Euro

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Aktuell

Einbaum sticht in See

Das Museum Dümmer in Lembruch feierte am 20. Juli 2018 sein fünfzigjähriges Bestehen.

Die Fundorte der Jungsteinzeit und Bronzezeit am Dümmer, die dort ausgestellt sind, kennt jeder Archäologe, bieten sie doch einen bemerkenswerten Einblick in die Übergangszeit von der Zeit der Jäger und Sammler in die Epoche der Sesshaftwerdung. Nachdem das Fragment des ältesten Wasserfahrzeugs Niedersachsens aus dem Museum in die Ausstellung im Landesmuseum in Hannover verbracht worden war, konnte die Lücke im Ausstellungsbereich 2016 bereits durch einen Nachbau eines Einbaums geschlossen werden. Dieser hatte aber nie Wasser unter dem Kiel gehabt.

Aus Anlass des Jubiläums wurde daher ein schwimmfähiger Einbaum in Auftrag gegeben, der vom Leiter des ATZ, Dr. Hans Joachim Behnke und dem Archäotechniker Thorsten Helmerking in 170 Arbeitsstunden direkt am Museum gebaut wurde. Täglich wurden zahlreiche Touristen in die Kunst des steinzeitlichen Einbaumbaus eingewiesen, und die Bevölkerung half tatkräftig mit, als das fertige Boot an den Dümmerstrand befördert werden musste.

Am 20. Juli wurde das Boot in einer feierlichen Zeremonie zu Wasser gelassen, getauft und anschließend gepaddelt. Der Einbaum wird auch in der kommenden Woche gefahren werden können, wenn zahlreiche Archäotechniker aus ganz Deutschland im Rahmen einer Festwoche allen Besuchern des Museums vorgeschichtliche Handwerkstechniken wie Bronzeguss und Eisenherstellung zeigen, um nur einige Beispiele zu nennen. Der Einbaum verbleibt anschließend auf dem Dümmer und steht dem Museum für museumspädagogische Veranstaltungen zur Verfügung. Die Erbauer hoffen, dass der Einbaum noch viele Jahre läuft. Nur dann können Untersuchungen an der Außen- und Innenseite vorgenommen werden, denn die Oberflächenherstellung ist archäologisch noch nicht abschließend geklärt.

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