09. Februar 2012
An diesem Tag öffnen sechs Einrichtungen in Welzow ihre Türen und bieten den Gästen besondere Aktionen an. Zu den Einrichtungen gehören das Besucherzentrum excursio, die Alte Dorfschule, das Feuerwehrmuseum Welzow, die Heimatstube des Heimatvereins Welzow, die Miniaturenausstellung des TIP “Lausitzer Seenland” e.V. in der ehemaligen Puschkinschule und das Archäotechnische Zentrum Welzow.
Um 11 Uhr findet die offizielle Eröffnung im Besucherzentrum excursio statt.
Im Epochengarten des Archäotechnischen Zentrums wird ab 11 Uhr ein wärmendes Feuer brennen. Ab 11 Uhr starten wir auch mit Kurzführungen in die Ausstellung „Mensch – Holz – Archäologie“. Hier können alle Ausstellungsstücke in gewohnter Weise in die Hand genommen und auch ausprobiert werden. Einmal in der Ausstellung, kann sich der Besucher auch gleich ein Holzschildchen mit der Schnittebank herstellen. Dieses benötigt jeder, der im Anschluss im Epochengarten seine eigene Ackerbohne pflanzen möchte. Das beschriftete Holzschildchen zeigt dem Besucher neben der selbst gepflanzten Ackerbohne in das Beet gesteckt, welche seine ist. So kann man während der Öffnungszeiten des ATZs jederzeit im Epochengarten vorbeischauen und das Wachsen seiner eigenen Ackerbohne im Auge behalten. An dem Feuer im Epochengarten können sich unsere Besucher ein Stockbrot zubereiten oder einen heißen Met oder Tee genießen.

Arbeiten an der Schnittebank macht einfach Spaß!
Der Tag der offenen Türen wird durch eine Schnipseljagd abgerundet. Diese läuft unter dem Motto: Finde den Wolf in Welzow! Der versteckt sich in jeder Einrichtung und muss von den Besuchern gefunden werden. Hat der Besucher den Wolf entdeckt, erhält er von der jeweiligen Einrichtung einen Schnipsel. Alle sechs zusammengefügt, lassen ein vollständiges Bild entstehen. Dieses Bild funktioniert als Wertbon, den man in einer der beteiligten Einrichtungen einlösen kann. Das ATZ wünscht viel Spaß und Erfolg bei der Wolfs-Suche!
Die einzelnen Stationen kann man gut über einen Bus-Shuttle erreichen. Die Abfahrtzeiten finden Sie nachfolgend aufgelistet:
| Standort |
Uhrzeit |
Uhrzeit |
Uhrzeit |
Uhrzeit |
Uhrzeit |
Uhrzeit |
| ab Besucherzentrum excursio |
11:30 |
12:00 |
12:30 |
13:00 |
13:30 |
14:00 |
| an Alte Dorfschule |
11:33 |
12:03 |
12:33 |
13:03 |
13:33 |
14:03 |
| ab Alte Dorfschule |
11:36 |
12:06 |
12:36 |
13:06 |
13:36 |
14:06 |
| an Miniaturenpark |
11:38 |
12:08 |
12:38 |
13:08 |
13:38 |
14:08 |
| ab Miniaturenpark |
11:41 |
12:11 |
12:41 |
13:11 |
13:41 |
14:11 |
| an Archäotechnisches Zentrum |
11:43 |
12:13 |
12:43 |
13:13 |
13:43 |
14:13 |
| ab Archäotechnisches Zentrum |
11:46 |
12:16 |
12:46 |
13:16 |
13:46 |
14:16 |
| an Feuerwehrmuseum |
11:48 |
12:18 |
12:48 |
13:18 |
13:48 |
14:18 |
| ab Feuerwehrmuseum |
11:51 |
12:21 |
12:51 |
13:21 |
13:51 |
14:21 |
| an Heimatstube |
11:52 |
12:22 |
12:52 |
13:22 |
13:52 |
14:22 |
| ab Heimatstube |
11:55 |
12:25 |
12:55 |
13:25 |
13:55 |
14:25 |
| an Besucherzentrum excursio |
11:56 |
12:26 |
12:56 |
13:26 |
13:56 |
14:26 |
25. Januar 2012
Der Autor des Kinderbuches für junge Archäologen liest am 17. Februar 2012 ab 14 Uhr aus seinem Buch “Die unglaublichen Geschichten von Peter und dem Stein”. Im Anschluss an die Lesung, kann das Buch im ATZ erworben und vom Autor des Buches höchstpersönlich handsigniert werden. Außerdem wartet eine Überraschung auf die Kids!
Der Eintritt ist kostenfrei!
25. Januar 2012
Im Archäotechnischen Zentrum wird derzeit an einem Einbaum gearbeitet. Dieser Einbaum wird ein Nachbau des Einbaums von Ziesar, der bei den Archäologen in Wünsdorf eingelagert ist. Zusammen mit einem Praktikanten haben wir dieses Original vermessen und skizziert. Da unsere Eiche nicht 10 sondern nur 7 m lang ist, wird der Einbaum etwas kleiner. Viele Interessierte haben sich bereits auf dem Innenhof des ATZ’s eingefunden, um unserem Archäotechniker und den Mitarbeitern bei der Arbeit zuzuschauen. Damit jeder, der nicht persönlich vorbei kommen kann, sich von dem Stand der Dinge ein Bild machen kann, hier ein paar Impressionen. Übrigens an alle Zuschauer: Sie können gerne mit anfassen!
Ankunft im ATZ am 23. Februar 2011
Hier war er noch ein Einbaum-Rohling
Dann wurden die Kanten angezeichnet
Bereit gelegt: eine Auswahl an verschiedenen Beilen zur Bearbeitung eines Einbaums
Das sind eine Reihe Werkzeuge zur Feinbearbeitung der Oberfläche
Dann ging es auch schon los: Einsägen und Wegspalten mit der Hohldechsel
Die Seitenfläche wurde grob bearbeitet
So ein Einbaum hat zwei Seiten, hier ist die andere dran: so wird sie vorher angezeichnet
Dann wurde der Boden eingesägt und weggespalten
Dabei kamen die Werkzeuge Säge und Hohldechsel zum Einsatz
Anschließend wurde die Bodenfläche grob geglättet
Mal aus einer anderen Perspektive: Wegspalten mit der Hohldechsel
Danach wurden die Einbaumenden – das Bug und das Heck – grob bearbeitet
und die Bodenfläche mit dem Hohldechsel bearbeitet
Hier sieht man das Anzeichnen der Seitenkanten
und das anschließende Abrunden
Auch dabei kam wieder die Hohldechsel zum Einsatz
Na das sieht doch schon nach Boot aus! Der Einbaumboden grob vorgefertigt
Jetzt brauchte das ATZ starke Helfer, denn der Einbaum musste umgedreht werden
Das geht nur mit Hebelkraft! Ziemlich schwer! Hier wiegt der Einbaum ca. 500 kg
Nun konnte die Kehrseite eingesägt und weggeschlagen werden
Danach musste der Einbaum schon wieder gewendet und dabei gleich ausgerichtet werden
Daraufhin erfolgte die erste Formgebung
und die Bearbeitung beider Seiten
Nun brachte man auch sie in Form: das Bug und das Heck
Für all das wurde wieder die Hohldechsel geschwungen
Unserer Archäotechniker Norbert Marx in Aktion
Auch Frauen müssen mal ran, wegen der Frauenquote im ATZ: Hier sieht man unsere Mitarbeiterin Monika Conrad
Ah! Na wenn das keine Boot werden soll? Weitere Bilder folgen!
20. Oktober 2011
Das Archäotechnische Zentrum schloss am 11. November seine Pflanzaktivitäten rund um den Epochengarten mit einem besonderen Höhepunkt ab. Ein Mammutbaum wurde gepflanzt. Und bei diesem Mammutbaum handelt es sich nicht um irgendeinen Mammutbaum, sondern um einen sogenannten Urweltmammutbaum, ein lebendes Fossil sozusagen. Bis zum Jahr 1941 galt er als ausgestorben und war nur durch Xylit-Funde beispielsweise aus dem Tagebau bekannt. Schließlich fanden ihn Forscher in einer abgelegenen schwer zugänglichen Bergregion in China und zogen daraus neue Bäume.
Einer davon steht jetzt inmitten von Welzow. Und da bekannt ist, dass er kühle Bergluft verträgt, wird er auch dem rauen Klima in unseren Breitengraden gewachsen sein. Unser Mammutbaum ist jetzt schon stolze 2,25 m hoch, 1 Meter soll er pro Jahr wachsen. In 1 bis 2 Generationen wird er dann also ausgewachsen sein.
Freunde des ATZ haben sich zu diesem Ereignis eingefunden, die im Anschluss daran gleich noch mithalfen unseren 1,8 t schweren Einbaumrohling zu wenden. Frei nach dem Motto: Viele Hände richten viel! Das Wenden funktionierte nur über mehrere Hebel und einem guten Plan. Alle Männer packten entschlossen mit an und wendeten alles zum Guten. Nun kann der Einbaum seine äußere Form erhalten.
An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an die Einbaum-Wender!
Für all Diejenigen, die mithalfen, mitbangten und mitstaunten, gab es im Anschluss im Epochengarten lecker Schwein mit Quitte und heißen Met zum Aufwärmen.
Der frisch gepflanzte Mammutbaum…
… wurde gut gewässert, damit er schnell anwächst.
Am Tag der Pflanzung ganze 2,25 m groß!
So hoch soll er mal wachsen! (Mammutbaum von RK by Bildpixel – pixelio.de)
Im Anschluss: Einbaum wenden – Alle halfen mit!
Geschafft! Nun kann es mit der Form weitergehen.