Archäologie im Tagebau, Mehr Informationen zum Archäologischen Zentrum Welzow

KONTAKT

Archäotechnisches
Zentrum Welzow

Fabrikstraße 2
03119 Welzow

Servicetelefon: 035751 28224
E-Mail: info(at)atz-welzow.de

Ausstellung
"Mensch - Holz - Archäologie"

Öffnungszeiten

November bis März:
Di. bis Fr. von 11 bis 16 Uhr

April bis Oktober:
Di. bis So. von 11 bis 17 Uhr

Eintritt
Erwachsene 3,00 Euro
Kinder 6 bis 16 Jahre 1,50 Euro

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Aktuell

Ferienlernort Wald & Feld im Archäotechnischen Zentrum Welzow

Das grundlegende Thema der Menschheitsgeschichte: Die Geschichte der Jagd von der Steinzeit bis heute. Vom 26. Juli bis zum 1. August begeben sich zehn Jugendliche im Alter zwischen 8 und 14 Jahren auf eine spannende und einmalige Reise in der Niederlausitz. Was die jungen Besucher in dieser Zeit erleben können, gibt es hier als Tagebuch nachzulesen.

Tagebuch Tag eins: Sonntag

Als wir angekommen sind, waren wir ganz aufgeregt. Herr Wentworth vom Hotel „Zum Gutshof“ hat uns durch die Zimmer und das Hotel geführt. Außerdem hat er uns gezeigt, wo wir uns auf dem Gelände frei bewegen dürfen. Dann haben wir unser Gepäck in den Zimmern verstaut und trafen uns zum Rundgang durch das Dorf. Herr Kittan erklärte uns, wie das Dorf entstanden ist. Die Bauern haben sich um 1200 den Wald erobert und aus dem Holz Häuser gebaut. Sie haben eine Töpferei und ein Schmiede errichtet. Wir haben einen Besuch in der Kirche gemacht und durften auf dem Kirchenturm klettern.
Zurück im Hotel, gab es auch schon Abendbrot. Dabei erklärte uns Herr Wentworth, wie man sich in einem Hotel zu benehmen hat. Nach einer Dusche sind wir ins Bett gegangen. Die meisten haben noch Filme geschaut, bis sie vor Müdigkeit umfielen.

Marvin & Marty

Tagebuch Tag zwei: Montag

Wir haben im Hotel „Zum Gutshof“ gefrühstückt, bevor es mit dem ATZ-Shuttlebus zum Archäotechnischen Zentrum ging. Im Hörsaal haben wir uns einen Vortrag über die Geschichte der Jagd angeschaut. In einer kurzen Pause haben wir den Garten des ATZs erobert, bevor es wieder in den Hörsaal ging. Diesmal erzählte uns ein Jäger alles über die Jagdgesetze in Deutschland. Irgendwann qualmten unsere Köpfe vor lauter Theorie! Gott sei Dank gab es im Garten Mittagessen: Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Gemüse. Der Leiter des ATZ, Herr Dr. Behnke, ließ uns auch zu den Schafen. Den Schafen scheint es im Garten zu gefallen. Endlich kam auch mal Praxis dran: in der Ausstellung haben wir verschiedene Sachen ausprobiert, zum Beispiel ein mittelalterliches Kettenhemd angezogen.
Mit dem Schöninger Speer sind wir im Anschluss jagen gegangen. Natürlich haben wir auf keine echten Tiere geworfen, sondern nur auf zwei stählerne Attrappen. Petrus hat uns leider falsches Wetter geschickt. So kamen wir pitschnass im ATZ an. Als nächstes lernten wir Feuer machen. Ganz schön schwer!!! Man musste mit einem Eisen auf einen Feuerstein schlagen, bis ein Funke entsteht. Mit einem Stückchen Stoff oder anderem leicht brennbaren Material wurden die Funken aufgefangen. Dann musste man den Stoff in eine kleine Tonschale legen, Sägespäne drauf legen und pusten. Aber nicht zu doll! Marty, David, John, Lucas, Lukas und Till haben ihr Feuer anbekommen.
Mit dem Shuttle-Bus ging es zurück ins Hotel. Zwischendurch waren wir noch Getränke und Chips für den Abend einkaufen. Nach dem Abendbrot haben einige noch Fernsehen geschaut.

Marvin & Marty

 

Tagebuch Tag drei: Dienstag

Nach dem Frühstück sind wir mit einem alten DDR-LKW in den Wald von Herr Kuhla gefahren. Alle mussten eine Warnweste anziehen, auch wenn manche das nicht schön fanden. Aber Herr Kuhla hat erklärt, dass er uns alle im Wald wiederfinden möchte. Wir haben gesehen, wie Männer mit Seilen auf Douglasien geklettert sind und Zapfen geerntet haben. Diese Zapfen werden in eine Baumschule gebracht und die Samen zur Züchtung entnommen.
Dann haben wir eine kleine Drückjagd veranstaltet. Alle mussten 1 km die Klappe halten und durch den Wald gehen. Dabei konnten wir einige Tiere sehen: zwei Wildschweine, ein Reh und Hasen. Wir durften alle das Gewehr von Herrn Kuhla, das Stutzen heißt, einmal halten. Man darf das Gewehr nie in Richtung eines anderen halten.
Wir legten eine Pause an einem See inmitten des Waldes ein. Da konnten wir baden gehen. Als wir aus dem Wasser kamen, stand das Mittagessen schon bereit. Es gab Kesselgulasch mit Erbsen. Nach dem Mittagessen haben wir die Birken, die die kleinen Douglasien am Wachsen hindern, weggeknickt. Zwischendurch sind Marty, Finn und David was zu Trinken holen gegangen.
Herr Kuhla fuhr mit uns ins Nachbarrevier zu Herrn Wentworth. Da sahen wir eine Suhle mit lehmigem Schlamm. Die Wildschweine haben den Pfahl mit dem Salzleckstein umgeworfen und den Salzleckstein aufgefressen. Das ist gar nicht gut. Herr Wentworth erklärte uns noch den Unterschied zwischen Verbiss und Naturschaden in Wald und Feld. Wir sahen umgeknickte Bäume vom Wind neben angeknabberten Bäumen und Fegestellen. Wir sahen auf dem Feld den Unterschied zwischen umgeknickten Getreidehalmen durch den Sturm und plattgewalztem Getreide durch Tiere.

Marty & Jana

Anschließend brachte uns Herr Kuhla nach Welzow ins ATZ, wo wir unsere Zelte im Epochengarten aufbauten. Im Wald konnten wir nicht bleiben, weil da zu viele Bremsen waren. Die anderen Kinder gingen an den Clara See und haben mit Stöcken gekämpft. Marty blieb im ATZ und hat beim Tagebuch schreiben geholfen. Nach dem Abendbrot kamen Hundeführer ins ATZ, die uns mit ihren Hunden mehrere Übungen gezeigt haben: das Vorstehen, das Apportieren, das Nachsuchen (einer Duftspur folgen) und das Apportieren aus dem Wasser. Das Vorstehen wurde den Hunden mit Hilfe eines Fuchsschwanzes an der Angel beigebracht. Viele Kinder nutzten die Gelegenheit und streichelten die Hunde, den das auch gefallen hat. Auch das war schwierig, weil wir nicht wussten, wie die Hunde reagieren. Beißen sie uns? Zurück im ATZ gingen wir sofort in unsere Zelte schlafen, denn um 2:10 Uhr war großes Wecken!

Marty & Marvin

Tagebuch Tag vier: Mittwoch

Beim Einschlafen sah ich durch die Zeltwand kleine Schatten, vermutlich von einer Katze, die durch den Garten schlich. Da mein Zelt tagsüber offen war, hatte ich in der Nacht kleine springende Überraschungen auf meinem Gesicht.
Herr Wentworth weckte uns, als es noch dunkel war. Wir nahmen unsere Rucksäcke mit dem Fernglas und der Taschenlampe und fuhren mit dem ATZ-Shuttlebus zum Treffpunkt in ein benachbartes Dorf. Auf dem Parkplatz bekamen wir noch einmal von Herrn Wentworth eine Einweisung, wie man sich im Wald zu verhalten hat, damit einen die Tiere nicht entdecken. Wir teilten uns in die Gruppen und stiegen zu den jeweiligen Jägern in das Auto. Auf einem harten Platz auf der Ladefläche ging es ins Gelände. Durch das Fenster sahen wir lauter Felder und dazwischen einen Bach, wo die Tiere trinken können. In weiter Ferne standen Bäume. Das war unser Ziel, da wollten wir hin. Dazu pirschten wir uns über den Acker mit großen Furchen an. Nachdem wir unser Lager am Waldrand aufgeschlagen hatten, konnten wir die Tierbeobachtung beginnen lassen. Marty und Finn fielen sofort in das weiche Moos und schliefen ein. Bis wir die ersten Tiere sahen, verging jede Menge Zeit. Der Motorenlärm von unserem Auto hatte die Tiere aufgeschreckt. Auf einem Strohballen saß ein Mäusebussard, der laut in das Morgenröte rief. Zuerst sahen wir zwei Füchse und dann viele Rehe. Den Anfang bildete eine Ricke mit ihrem Kitz, dann kamen ein Böckchen und zwei Ricken aus unterschiedlichen Richtungen, die sich anfänglich beäugten und dann auf dem Feld zum Spaß jagten. Das war ein schöner Anblick. Eine schwarze Katze wuselte dazwischen rum und fing Mäuse. Irgendwann weckte Marty auf. Als es heller wurde, kamen auch zwei Kraniche und ein Reiher. Ein dritter Fuchs, der viel dunkler war als die anderen vorher, schlich sich über das Feld an das Dorf an. Vermutlich wollte er sich ein Frühstücksei gönnen. Als wir genug gesehen hatten, weckten wir Finn und brachen unser Lager ab. Wir liefen über den Acker zurück zum Auto. Da zeigte uns Marco eine Waffe, die sich Repetierer nennt und erklärte wie sie funktioniert. Wir fuhren zum Treffpunkt, gespannt, was die anderen erlebt haben. Wir waren die ersten und setzten uns mit unserem Lunchpaket zum Frühstück auf eine kleine Mauer.
Nach und nach trudelten die anderen ein. Eine Gruppe hatte einen „braven“ Rehbock geschossen. Vorsichtig und mit Abstand begutachteten wir das erlegte Tier auf der Ladefläche. Freitagabend ist im Hotel gemeinsames Rehbockessen. Nach einer kurzen Wiedergabe des Erlebten durch die einzelnen Gruppen kehrten wir zurück in das ATZ und alle fielen in ihre Zelte. Ich vertrieb mir die Zeit im Garten. Zum Mittagessen gab es Kartoffelsuppe mit Würstchen und Brot. LECKER! Im Hörsaal hatte bereits der “Wolfsmensch” Andre Pfeiffer aufgebaut. Unsere selbst geschnitzten Waffen mussten leider draußen bleiben. Herr Pfeiffer zeigte uns die schönsten Schnappschüsse von Wölfen, Rotwild und Wildschweinen. Außerdem bekamen wir echten Wolfskot zu sehen. Das sah gar nicht mal so eklig aus. Auch unsere Nasen blieben verschont. Nach dem Muffin- und Windbeutel-essen ging es noch mal mit den Stöckern zum Großkampf an den Clara See. Nach dem Abendbrot wollen wir zum Abendansitz in den Wald.

Marvin

Von jedem ein Satz zum Tag:
Ich finde den Repetierer von Marco cool. (Marty)
Wir sind alle total müüüde! (Till)
Trotzdem war der Tag voll spannend. (Martin)
Ich bin überhaupt nicht müde. (Marvin)
Ezzzzz get reacked!!!!!!!! (alle anderen coolen guys) (John)

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