Archäologie im Tagebau, Mehr Informationen zum Archäologischen Zentrum Welzow

KONTAKT

Archäotechnisches
Zentrum Welzow

Fabrikstraße 2
03119 Welzow

Servicetelefon: 035751 28224
E-Mail: info(at)atz-welzow.de

Ausstellung
"Mensch - Holz - Archäologie"

Öffnungszeiten

November bis März:
Di. bis Fr. von 11 bis 16 Uhr

April bis Oktober:
Di. bis So. von 11 bis 17 Uhr

Eintritt
Erwachsene 3,00 Euro
Kinder 6 bis 16 Jahre 1,50 Euro

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Aktuell

Ferienlernort Wald & Feld (Tagebuch)

Tag 1: Sonntag, den 31. Juli 2016

Wir sind angekommen und wurden herzlich von Frau Leopold im Hotel „Zum Gutshof“ begrüßt. Dr. Behnke gab uns eine kurze Einweisung, was uns alles in der Woche erwartet. Manches sollte allerdings noch ein Geheimnis bleiben. Wir bezogen unsere Zimmer und haben unsere Sachen ausgepackt. Danach sammelten wir uns zum Rundgang durch das Neupetershainer Revier. Dabei haben wir zwei Keilerköpfe in einer Grube entdeckt, die schon voller Maden waren. Wir haben außerdem Wildwechsel  gesehen. Nach einer Stunde Freizeit gab es im Hotel Abendbrot mit warmen Wienern. Den Rest des Tages hatten wir zu unserer freien Verfügung. Auf den Zimmern haben wir bis spät TV geschaut.

Marty & Christopher

Tag 2: Montag, den 1. August 2016

Der Wecker klingelte schon früh. Um halb neun saßen wir beim Frühstück. Es gab Ei, frische Brötchen mit Käse,  Wurst, Nutella und Marmelade sowie Cornflakes. Schon holte uns der atz-Shuttle-Bus ins Archäotechnische Zentrum ab, wo wir  eine PowerPoint-Präsentation zum Thema „Die Geschichte der Jagd“ ansehen durften. Danach haben wir uns die Jagdwaffen in der Ausstellung angeschaut. Wir durften alles anfassen und ausprobieren. Sogar eine echte Ritterrüstung anprobieren. Im Epochengarten haben wir Mittag gegessen. Es gab Kesselgullasch. Anschließend ging es in den Wald, wo wir mit Speeren Jagd auf Elch und Rothirsch machten. Mit Dr. Behnke haben wir am Nachmittag gemeinsam einen Sägebock gebaut, damit man sich beim Sägen nicht immer bücken muss. Dieser Bock kann auch als Aufbrechbock für Wild genutzt werden, wenn man ein Brett darüber legt. Zum Vesper gab es frisches Obst und leckere Gebäckteilchen. Anschließend trafen wir uns im Hörsaal, wo schon Herr Küch und Herr Rescher auf uns warteten. In einer PowerPoint-Präsentation erfuhren wir etwas über Wirbeltiere, die Kadaver zersetzen. Der Vortrag dauerte zwar sehr lange, war aber nicht langweilig. Die Shuttlebusse warteten schon vor dem ATZ. Diesmal trafen wir auch Marco, der uns mit seinem Bus mitshuttelte. Im Hotel gab es auch gleich Abendbrot. Dann hatten wir wieder Freizeit.

Marty & Christopher

Tag 3: Dienstag, den 2. August 2016

Wir sind nach dem Frühstück mit Herrn Kuhla und Frau Wentworth in den Wald gefahren. Die Jungs haben da Holz gehackt. Die Mädchen haben den Müll an der Straße aufgesammelt. Weil zum Beispiel eine Flasche durch die Sonne den Wald verbrennen könnte. Das Müll sammeln gehört zur Pflege des Waldes. Wenn der Wald verbrennt, haben wir keine Luft mehr zum Atmen. Der Wald macht nämlich den Sauerstoff. Zum Schluss mussten wir ein großes Schild schleppen, welches umgekippt ist. Nach einem Stück Weg sagten die Betreuerinnen jedoch, wir sollen es liegen lassen, weil es zu schwer war. Danach haben wir Spiele gespielt und sind anschließend auf einen Bauernhof gefahren, wo wir die Tiere gefüttert haben und ein bisschen Brombeeren und Augustäpfel genascht haben. Das Füttern der Tiere hat Spaß gemacht. Die Schafe und das Schwein waren am schönsten. Danach sind wir wieder zu den Jungs in den Wald gefahren, die schon nach Essen gerufen haben. Das Essen hatten sie jedoch im Hotel vergessen, also mussten wir zurück fahren, um es zu holen. Dann waren alle satt. Nach einer Pause sind wir zum nächsten Wald gefahren, um uns mit dem Chef dieses Waldes zu treffen. Der hat uns einen megagroßen Kieferbaum (Douglasie Anmerkung der Redaktion) gezeigt. Später haben wir noch eine Wanderung um einen Waldteich gemacht. Ein Junge ist dabei mit einem Fuß in das Wasser getreten. Anschließend sind wir zu den Kühen gefahren und haben sie mit Birkenzweigen gefüttert. Das hat ihnen vielleicht geschmeckt. Sie haben alles aufgegessen. Zurück in unserem Hotel, waren wir ganz schön erschöpft und nass, deshalb wollten alle erst einmal duschen. Dann wurden wir ins ATZ gebracht. Da warteten schon besondere Akteure auf uns: viele Hunde. Sie zeigten uns am Clara See, was sie alles können. Im Hotel gab es dann für alle Abendbrot: Steak, Würstchen, Gemüse und Brot. Zufrieden ging es auf die Zimmer und sofort ins Bett, denn die Jungs wollten früh morgens jagen gehen.

Ronja & Djamila

P.S. Bei den Kühen haben die Jungs als Mutprobe den Elektrozaun angefasst. Dabei haben wir einen Schlag bekommen und sind zusammengezuckt.

Marty

Tag 4: Mittwoch, den 3. August 2016

David kam früh morgens um halb eins in unser Zimmer und hat uns geweckt. Wir haben uns warm angezogen, sind nach unten gegangen und in die Autos gestiegen. Wir sind zu einer Gleisanlage gefahren, wo sich alle trafen. Hier erfolgte die Jagdbesprechung. Die Jäger diskutierten, welche Kinder in welcher Gruppe sind. Ich bin bei Herrn Küch mitgefahren, ein sehr erfahrener Jäger. Im Dunklen bahnten wir uns den Weg zu unserer Kanzel. Dabei haben wir erst spät gesehen, dass vor uns auf dem Weg eine Bache mit ihren Frischlingen stand. Zum Glück stand der Wind günstig, so dass sie uns auch nicht bemerkte. Wir kletterten auf unsere Kanzel und machten es uns bequem. Dann wurde es langsam heller, so dass wir schon die ersten Umrisse von der Landschaft sehen konnten. Jetzt konnten wir die Bache besser erkennen. Später kam auch noch ein Hase und zu guter Letzt zeigte sich uns ein Fuchs. Dieser war so nah, dass wir uns gegenseitig erschreckten konnten. Wir hörten ihn nicht kommen. Er schaute auf einmal zu uns hinauf. Er erschrak uns und wir ihn. Weggelaufen ist er dann aber. J Als es ganz hell war, kletterten wir von unserer Kanzel wieder runter. Wir gingen zurück zu dem Auto und fuhren zum Sammelpunkt. Da erzählten wir uns gegenseitig unsere Erlebnisse. Keiner von den Jägern hatte etwas geschossen. Darüber waren wir aber nicht traurig. Wir hatten unsere schönen Erlebnisse gehabt. Im Hotel fielen wir allesamt in unsere Betten und in einen tiefen Schlaf.

Marty

Als wir aufgestanden sind, erhielten wir nach der Vesper einen Vortrag in Waffenkunde. Herr Gründer hatte dazu verschiedene Waffen mitgebracht. Wir durften auch in das Jagdhorn blasen. Nach dem Abendbrot um 19 Uhr haben wir uns erneut zum Naturerlebnis getroffen. Diesmal teilten wir uns in drei Gruppen. Eine dieser Gruppe war mit Marco auf Naturexpedition. Sie sollten Pflanzen bestimmen und Tiere beobachten. Die zweite Gruppe mit Hajo machte sich auf zum Abendansitz. Die dritte Gruppe ging mit Herrn Küch auf die Pirsch. Sie sollten das richtige Anschleichen erlernen. Ich war bei der Pirsch dabei. Angekommen, hat uns Herr Küch erst mal erklärt, dass wir uns ab jetzt in der Zeichensprache unterhalten sollen. Die Tiere können gut hören. Zunächst haben wir die Windrichtung mit Hilfe von Seifenblasen bestimmt. Dann sind wir zum ersten Hochsitz gegangen und haben in die Morgendämmerung gelauscht. Auf einmal gab es ein merkwürdiges und angsteinflößendes Trommeln, als wenn jemand auf eine Pauke schlägt. Das Geräusch war auch ziemlich nah. Wir sind um das Geräusch herum zum nächsten Hochsitz gepirscht und haben weiter gelauscht. Es gab ein Knacken im Gebüsch. Dann haben wir gesehen, woher das Geräusch kam. Ein Rehbock hat mit seinem Gehörn gegen ein Blechfass getrommelt. Auf dem Hochsitz habe ich dann noch eine Ricke mit Kitz und zwei Schweine entdeckt. Die Ricke hat „gebellt“. Herr Küch erklärte uns, das machen die Rehe, wenn sie sich erschrecken. Als wir genug geschaut haben, kletterten wir wieder runter und liefen zurück zum Auto. Unterwegs begegneten wir wieder unseren „Trommler“, den Bock, der inzwischen drei Rehe um sich geschart hat, denn es ist Brunft. Das heißt, die Rehe paaren sich. Wir trafen uns alle im Hotel und tauschten unsere Erlebnisse aus. Auch in den anderen Gruppen hatte es zahlreiche Begegnungen mit Wild gegeben. Erlegt wurde auch diesmal nichts. Müde und zufrieden gingen wir in unsere Betten.

Christopher

Tag 5: Donnerstag, den 4. August 2016

Nach dem Frühstück sind wir in das ATZ gefahren. Da konnten wir wählen, ob wir Nistkästen für den Wald oder Bumerangs zum Werfen bauen wollen. Ich entschied mich für einen Bumerang. Uwe hat uns gezeigt, wie wir aus einem Rohling einen Bumerang schleifen können. Gleich machten wir uns in der Werkstatt an die Arbeit. Zuerst wurden die Kanten angezeichnet und dann schliffen wir mit Schleifpapier alles was drüber war weg. Danach gingen wir raus auf die Wiese und haben von Uwe die Wurftechnik gezeigt bekommen. Nun durfte jeder selber versuchen. Mein Bumerang flog gut und kam auch wieder zu mir zurück. Irgendwann landete erst Phillips und dann mein Bumerang im Baum. Wir versuchten, die Bumerangs wieder herunter zu holen. Einmal haben wir es geschafft. Beim zweiten Mal gelang es mir jedoch nicht mehr und so musste ich einen neuen Bumerang bauen. Zum Mittag gab es Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensoße, endlich mal was Richtiges. Das Jägerschnitzel war bis jetzt das Leckerste. Danach gingen wir in das Freibad. Ich habe mein Handtuch vergessen und musste deshalb von alleine trocknen. Wir haben mit David Fußball gespielt. David hat einen Kopfball gemacht und der Ball flog ins Wasser. Daraufhin haben wir im Wasser weiter gespielt. Nach dem Baden gingen wir zurück ins ATZ. Im Hörsaal hat uns Herr Küch etwas über den Wolf und Wildunfälle gezeigt und erzählt. Danach sind wir zurück zum Hotel gefahren, wo schon das Abendessen auf uns wartete. Nach dem Abendessen bin ich müde ins Bett gefallen.

Maximilian S.

Wir entschieden uns für den Nistkastenbau. Wir wollten etwas für den Naturschutz tun. Damit sich die Vögel ordentlich in der Dunkelheit der Höhlen vermehren können und ganz viele kleine Vögel zeugen können. Wir durften nageln, bohren, sägen und schleifen. Schließlich hatte jeder seinen Nistkasten fertig. Morgen werden die in Greifenhain im Wald aufgehängt. Und dann werden viele kleine Vögel geboren.

Till, David und Maximilian B.

Anmerkung der Redaktion: Für die noch munteren Jungs ging es abends wieder in den Wald auf Spurensuche der Wölfe. Der für das Wolfsmanagement in Brandenburg zuständige Herr Pfeiffer führte die Gruppe in ein entsprechendes Wolfsrevier. Leider konnten keine Fährten gefunden werden. Dafür gab es später im Hotel jedoch noch einen Film über Aufnahmen mit Hilfe von Bewegungskameras von Wölfen aus den verschiedenen Revieren der Lausitz.

Tag 6: Freitag, den 5. August 2016

Nach dem Frühstück hatten wir Freizeit, in der wir unsere Zimmer und das Landhaus aufräumten. Manche schauten Fernsehen, andere schliefen auf dem Boden. Zum Beispiel Phillip, der Liebeskummer hatte. Auf dem Weg zum Essen sperrten uns David, Till und Maximilian vom Hotel aus. Wir mussten erst unsere eigenen Schlüssel holen. Dann gab es als Mittagessen Kartoffeln mit Quark. Jetzt haben wir noch etwas Freizeit. Zum Kaffee kommt die Bürgermeisterin des Ortes. Sie möchte von uns wissen, wie uns die Woche gefallen hat. Christopher und Marty sind mit Herrn Dr. Behnke in den Wald gefahren und hängen da die Nistkästen auf. Wir anderen hatten keine Lust, weil es schon den ganzen Tag regnet und draußen alles nass ist.

Curt

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