Arbeitsbereiche

Der Clara See

Kernpunkt des Archäotechnischen Zentrums ist der renaturierte Clara See. Hier werden in einem europaweit einmaligen Projekt die Jahrtausende alten Hölzer aus den archäologischen Ausgrabungen des Landes Brandenburg eingelagert und vor dem Zerfall bewahrt. Die umfangreiche Einlagerung archäologischer Hölzer im Medium Wasser ist europaweit noch nicht erprobt. Damit rückt der Clara See mit dem Archäotechnischen Zentrum in Welzow in den Fokus aller auf Holz spezialisierten Restauratoren und Vorgeschichtsforscher, die sich in Zukunft am Welzower Projekt orientieren können.


Der Clara See mit Schwimmponton für die Holzeinlagerungen

Die Ausstellung „Mensch – Holz – Archäologie“

Die Einlagerung und der Erhalt der Hölzer für die Fragestellungen nachfolgender Generationen spiegelt sich im angeschlossenen Zentrum wider, in dem die wissenschaftlichen Techniken der Vor- und Frühgeschichte dargestellt werden und das Thema Holz in der Vorgeschichte, seine Relevanz für die Menschheitsgeschichte, die Verwendung von Holz und der Erhalt von Holz thematisiert wird.

Das Archäotechnische Zentrum Welzow befindet sich 200 m vom Clara See entfernt im ehemaligen Werksfeuerwehrgebäude der AG Eintracht Braunkohlenwerke und Brikettfabriken zu Welzow. Für die Präsentation des Verhältnisses Mensch – Holz – Archäologie von der Steinzeit bis zum Mittelalter stehen 300 m2 Ausstellungsfläche zur Verfügung.


ATZ-Ausstellung „Mensch – Holz – Archäologie“ mit Epochenstrahl

Die ATZ-Werkstätten

In der Keramikwerkstatt findet sich einmal im Monat der Arbeitskreis Keramik zusammen, um Gefäße nach historischen Vorbildern zu fertigen.
Außerdem werden die Werkstätten gerne von Schulklassen für kreative Workshops genutzt. Zudem bieten sie für Jung & Alt genug Möglichkeiten, um sich im Rahmen von Veranstaltungen in verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten, wie beim Töpfern, Schnitzen, Arbeiten mit Feuerstein oder Lederbearbeitung unter fachmännischer Anleitung eines Archäotechikers auszuprobieren.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Zentrums sind mittelalterzeitliche Originalbefunde aus dem an der Stadt Welzow angrenzenden Tagebau Welzow-Süd wieder aufgebaut. An 1:1 Originalen sowie 1:1 Rekonstruktionen kann der Besucher Gebäudeteile in Augenschein nehmen, die üblicherweise nach der archäologischen Dokumentation für immer zerstört sind. Die Erweiterung durch Neufunde aus den archäologischen Grabungen des Landes Brandenburg wird den Besuchern Zug um Zug neue Ansichten aus der Vorgeschichte ermöglichen.

Führung durch das wiederaufgebaute Mittelalter: Klein Görigk

Zukunft

Im Nahbereich des Archäotechnischen Zentrums werden in naher Zukunft ein Geologiepfad und ein Naturpfad in den östlichen Randbereich der Stadt Welzow hineinführen. Sie bieten die Möglichkeit, Geologie, Naturkunde und Archäologie punktuell miteinander zu verbinden und den Besuchern Anregungen aus weiteren Naturwissenschaften zu bieten.

Archäologische Ausgrabung

Als weiteres Aktivitätsfeld stehen den Besuchern die archäologischen Ausgrabungen des Brandenburger Landesamtes für Denkmalpflege offen. Bislang waren archäologische Ausgrabungen für die Öffentlichkeit praktisch nicht zugänglich und ohne die Möglichkeit, alle Arbeitsschritte von der Ausgrabung bis zum restaurierten Objekt zu verfolgen, konnte der Besucher im Museum lediglich das Endergebnis aller Ausgrabungsarbeiten hinter Vitrinenscheiben betrachten.